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Katers Welt

Aktuelles von den Märkten – zum Hören und Lesen

Katers Welt

Aktuelles von den Märkten – zum Hören und Lesen

  • Einschätzungen von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank
  • Relevante Markt- und Finanzthemen verständlich analysiert
  • Als Podcast „Mikro trifft Makro“ und als Kolumne
Podcast

Alle zwei Wochen das Neueste aus der Welt der Finanzen hören

Im Podcast „Mikro trifft Makro – Das Finanzmarktgespräch“ sprechen Deka-Chef­volkswirt Dr. Ulrich Kater und Moderator Dirk Huesmann über alles, was die Welt und die Börsen aktuell bewegt. Dabei gehen sie auf tagesaktuelle Ereignisse ein und beleuchten die Hintergründe des Marktgeschehens. Grund­legende Markt­mechanismen und -zusammenhänge werden immer wieder ein Thema sein. Reinhören lohnt sich:

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Katers Kolumne

Die wöchentliche Markteinschätzung

Lesen Sie hier die wöchent­liche Kolumne von Dr. Ulrich Kater mit seiner Ein­schätzung zu aktuellen Themen aus der Finanz­welt:

Spontane Schnappatmung an den Märkten

Der NATO-Gipfel in Ankara hat ein potenzielles Sommerloch an den Märkten mehr als ausgefüllt. Allen guten Vorbereitungen zum Trotz nutzte US-Präsident Trump die große Bühne, um zu Beginn sämtliche Wunden im Bündnis und vor allem gegenüber den europäischen Partnern aufzureißen. Die verbal brüske Absage an das Rahmenabkommen und Gespräche mit dem Iran sowie die erneuten militärischen Angriffe erwischten die Märkte auf dem falschen Fuß: Der Rohölpreis legte aufgrund neuer Sorgen um den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus um 3 Prozent zu, Inflationsskepsis ließ die Märkte höhere Leitzins­anhebungen einpreisen und auch am langen Ende des Kapitalmarktes legten die Renditen spürbar zu. Die Aktienmärkte reagierten nicht übermäßig, aber doch auch negativ auf die Risiken im Nahen Osten. Am Ende des NATO-Gipfels lag aus amerikanischer Sicht wieder Liebe in der Luft. Dennoch wurde deutlich, wie erratisch die geopolitische Weltlage ist und wohl auch noch bleibt. Immerhin überwanden die Marktteilnehmer ihre spontane Schnappatmung bis zum Wochenausklang wieder.

Der deutsche Aktienindex DAX hatte vor dem NATO-Gipfel noch ein Rekordhoch nahe der 26.000 Punkte erreicht. Das in der Regierungs­koalition vereinbarte Reformpaket mag der freundlichen Börsenstimmung zuträglich gewesen sein. Zudem wurden jüngst fast durch die Bank erfreuliche Konjunktur­indikatoren veröffentlicht: steigende Produktionszahlen und Auftragseingänge, zunehmende Konsumindikatoren und positive Impulse vom Außenhandel. So könnte hierzulande das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal gestiegen sein, was angesichts der strukturellen Schwäche und des Krieges im Nahen Osten durchaus eine positive Überraschung werden könnte, wenn die erste Schätzung des Statistischen Bundesamtes Ende des Monats gemeldet wird.

An den Aktienmärkten drängt sich nun neben Konjunkturdaten und geopolitischen Einflüssen die Berichtssaison für das zweite Quartal in den Vordergrund. Wirklich Fahrt nimmt der Zahlenreigen ab Dienstag auf, wenn vier Großbanken berichten und den Tenor für die Märkte setzen. Die Markterwartungen liegen bei einem hohen Gewinnwachstum von über 20 Prozent für den S&P 500 und gut 15 Prozent beim STOXX 600. Beim DAX sind die Aussichten verhaltener mit einem Plus von rund 3 Prozent. Bei allen spontanen Unwägbarkeiten rund um den Nahost-Konflikt bestätigen die Unternehmen damit das fundamentale Bild, dass sie flexibel und widerstandsfähig genug sind, um mit steigenden Umsätzen und Gewinnen weiterhin eine positive Kursentwicklung zu ermöglichen.

Veröffentlicht am: 10. Juli 2026

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